Der häufigste Fall: die nächste Generation ist weggezogen
In dieser Gegend liegen viele Gräber, die über Jahrzehnte von Menschen gepflegt wurden, die im Ort geblieben sind. Die Kinder sind häufig fort – nach Düsseldorf, Köln oder weiter – und irgendwann ist niemand mehr da, der es regelmäßig übernehmen kann. Meist ist es kein Bruch, sondern ein leiser Übergang: Erst wird es weniger, dann unregelmäßig, dann fällt es auf.
Für viele Familien ist das ein unangenehmes Thema, weil es nach Aufgeben klingt. Es ist aber das Gegenteil: Die Pflege abzugeben bedeutet, dass sie weitergeht. Wir sagen das ausdrücklich, weil sich am Telefon fast jeder dafür entschuldigt – und weil es nichts gibt, wofür man sich entschuldigen müsste.

